„Kur als Auszeit für gestresste Eltern“ – Artikel im Südhessen Morgen

Von Rosi Israel

GESUNDHEIT: Neues Beratungsangebot in den Räumen der Frühförderstelle der Lebenshilfe / Fachfrau hilft bei Beantragungen

LAMPERTHEIM. Seit kurzem gibt es eine Kurberatungsstelle in den Räumen der Frühförderstelle der Lebenshilfe Lampertheim. Um diese Anlaufstelle der Öffentlichkeit bekannt zu machen, luden Leiterin Susanne Bürkelbach und Monika Weber-Jünge von der Kurberatungsstelle Südhessen zu einem Pressegespräch ein. „Eltern aus Lampertheim und Umgebung müssen nun nicht mehr nach Lorsch, zum Hauptsitz, fahren“, erklärte Bürkelbach. Um Wartezeiten zu vermeiden, sei eine Anmeldung für eine Beratung wünschenswert, fügte Monika Weber-Jünge hinzu.

Kurberatung SüMo

Sie stellen die neue Kurberatung vor: Susanne Bürkelbach und Monika Weber-Jünge. Bild: roi

Die Beraterin setzt sich für Kurbedürftige ein und hilft ihnen beim Schriftverkehr – etwa beim Ausfüllen nötiger Unterlagen. Die Fachfrau stellt Anträge bei den Krankenkassen, spricht mit entsprechenden Kliniken und hilft weiter, wenn ein Widerspruch eingelegt werden muss. Daher sieht sich die Beraterin als Mittelsstelle zwischen Eltern, Kliniken und Krankenkassen.

Aber auch zu allgemeinen Fragen gibt Weber-Jünge Auskunft. Wie beispielsweise: Was ist eine Mutter-Kind-Kur? Wie läuft eine solche Kur ab? Erfüllen die Betroffenen die Kriterien? Wo sind die entsprechenden Unterlagen zu erhalten? Und: Wie hoch sind die finanziellen Belastungen?

Wichtig sei außerdem, für die Kurbedürftigen auch nach einem entsprechenden Aufenthalt ein offenes Ohr zu haben. Dazu gehöre das Nachfragen, wie der Kuraufenthalt verlaufen sei. Dafür hat die Beraterin eigens ein kleines Nachsorgeprogramm aufgestellt.

Bei der Kurbedürftigkeit stünden die Mütter im Vordergrund. Viele Mütter seien täglich hohen Belastungen ausgesetzt, die auf Dauer zu gesundheitlichen Störungen führen könnten. Und wenn zu den alltäglichen Problemen noch andere Belastungen hinzukämen, brächten diese auch für die Kinder gesundheitliche und schulische Auswirkungen. Während des Kuraufenthaltes würden dann Maßnahmen zur Bewältigung oder Reduzierung dieser Mehrfachbelastungen angewendet.

„Die Mutter-Kind-Kuren, in deren Rahmen medizinische, sozialtherapeutische und gesundheitspädagogische Hilfen – individuell auf jede Person abgestimmt – gewährt werden, sind schließlich kein Urlaub auf Krankenschein“, betonte die Beraterin.

Auch Väter oder Großeltern sowie andere Personen, die die Haupterziehungsarbeit leisten, können eine solche Kur antreten, erklärte die Fachfrau abschließend.


Quelle: Südhessen Morgen vom 09.12.2014

 

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